Mittwoch, 19 Juni, 2019
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Elektriker - ein Beruf im Wandel

Elektriker – ein vielfältiges Berufsbild im Wandel

Die Bedeutung von Technik im Alltag nimmt immer weiter zu – Jahr für Jahr drängen innovative technische Neuerungen mit dem Versprechen auf den Markt, das Leben einfacher, besser und komfortabler zu machen. Ob für den Privatgebrauch oder im industriellen Umfeld, der technische Fortschritt und die damit einhergehende Zunahme von Technik in allen Lebensbereichen ist schon fast zur Gewohnheit geworden. Zwei Dinge gehen mit den technischen Entwicklungen dabei Hand in Hand: Alle Systeme benötigen Energie – und sie werden zunehmend komplexer. Daher differenziert sich das Berufsbild des Elektrikers immer stärker.

Was ist der Unterschied zwischen einem Elektriker und einem Elektroniker?

Die Begriffe „Elektriker“ und „Elektroniker“ werden heute oft gleichbedeutend verwendet. Woran liegt das? Tatsächlich ist der „Elektriker“ als Berufsbezeichnung veraltet. Auch der immer wieder vorkommende „Elektroinstallateur“ ist nicht mehr zeitgemäß. Seit 2004 heißt die offizielle Ausbildungs- und Berufsbezeichnung eines klassischen Elektrikers „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik“. Jedoch ist der „Elektriker“ umgangssprachlich nach wie vor weit verbreitet. Die neue Bezeichnung des Elektronikers trägt dem Umstand Rechnung, dass das Aufgabenspektrum eines heutigen Elektrikers weit über das Verlegen von Stromleitungen und den Einbau von Steckdosen hinausgeht. Die  früher gängige Arbeitsplatzbeschreibung für Elektriker ist heutzutage daher veraltet.

Neue Arbeitsfelder für Elektriker

Von der Installation von Photovoltaikanlagen, über die Montage der Tanksäule für Elektroautos, bis hin zu Smart Home-Lösungen haben sich für Elektriker in den letzten Jahren neue Arbeitsfelder aufgetan. In gewissen Feldern wie in der Telekommunikation, der Informationstechnik und im Bereich von Smart Home benötigen Elektriker mittlerweile sogar Programmierkenntnisse. Selbst kleinere und lokale Elektriker in Freiburg und anderen Städten sind mittlerweile in der Lage, ihren Kunden diese zunehmend komplexen Leistungen anzubieten. Elektroniker planen und konzipieren ganze Systeme, installieren Einrichtungen zur Messung, Steuerung und Regelung. Außerdem programmieren sie Automatisierungssysteme und richten sie ein. Daneben spielt auch die Wartung von automatisierten Systeme eine große Rolle im Tätigkeitsfeld von Elektrikern.

Ausbildung zum Elektroniker

Durch die vielfältigen Anwendungsgebiete in der heutigen Elektrik gibt es zahlreiche berufliche Wege, die angehenden Elektronikern offenstehen. Die Ausbildung zum Elektroniker dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Erlernen die Auszubildenden im ersten Lehrjahr noch die allgemeinen Grundlagen ihres zukünftigen Berufs, beginnt im zweiten Jahr die Spezialisierung zur Fachrichtung. So gibt es Elektroniker mit den Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Informations- und Telekommunikationstechnik sowie in der Fachrichtung Automatisierungstechnik. Daneben gibt es auch Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik. Zusätzlich zu diesen Elektronikerberufen existieren Informationselektroniker mit den Schwerpunkten Geräte- und Systemtechnik sowie Bürosystemtechnik, die häufig in den Bereichen Fernseh-, Radio- und Computertechnik arbeiten. Zu guter Letzt rundet der Systemelektroniker das Spektrum dieses vielfältigen Berufsfeldes ab.

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