Donnerstag, 12 Oktober, 2017
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Fachwerkhaus oder Fachwerkonstruktion

Fachwerkhaus oder Fachwerkonstruktion

Fachwerkhäuser verströmen eine ganz besondere Atmosphäre, egal ob man sie von außen betrachtet oder im inneren die Deckenbalken bewundert. Sie sind deswegen noch immer sehr beliebt und haben auch in den letzten Jahren wieder viele Liebhaber dazugewonnen.

Viele Bauherren liebäugeln deswegen oftmals damit ein Fachwerkhaus zu erwerben und kern zu sanieren. Die andere nicht ganz stilechte Variante für Fachwerkhausliebhaber ist ein Holzhaus in sogenannter Fachwerkkonstruktion zu bauen.  Bei der Abwägung wird jeder Bauherr feststellen, dass beide Möglichkeiten Vor- und Nachteile haben. Wir haben deswegen die beiden Optionen – Bauen oder Kaufen? – einmal genauer betrachtet.

Fachwerkhaus modern bauen

Original Fachwerk

Original Fachwerkhäuser in Deutschland sind in der Regel sehr alt. Etwa ab 1900 wurden kaum noch Wohnhäuser nach diesem Modell gebaut. Wer ein solch in die Jahre gekommenes Haus erwirbt muss sich deswegen darüber im Klaren sein, dass viel Arbeit auf ihn zukommt, bis das Haus den eigenen, modernen Vorstellungen entspricht. Besonders wenn lange Jahre nicht saniert wurde sind Strom, Wasser und Isolierung meistens nicht auf heutigem Stand und machen einen Großteil der zu kalkulierenden Kosten aus.

Die Sanierung – was gilt es zu beachten?

Wenn Sie dann das Fachwerkhaus Ihr Eigen nennen und zu einer Restaurierung dessen ansetzen, muss außerdem sachverständige Hilfe in Anspruch genommen, da sonst die Gefahr zu groß ist, dass Schäden entstehen. Je nach Region haben Fachwerkhäuser andere Besonderheiten, die es für den Charme und manchmal auch für den Denkmalschutz zu beachten gilt.

Der Verband privater Bauherren e.V. hat deswegen einen Leitfaden zur Sanierung eines Fachwerkhauses herausgegeben. Die 22-seitige Broschüre hilft interessierten dabei, sich über die Besonderheiten des Fachwerkbaus zu informieren. Besonders wichtig ist zu prüfen, ob in dem in die Jahre gekommen Holz womöglich Schädlinge sitzen, die zu baulichen Problemen führen könnten.

Auch das Argument, dass alte Häuser, egal bei welcher Sanierung nie an den Dämmwert eines modernen Energiesparhauses herankommen, sollte man beachten, ist jedoch für echte Fans von urigen Fachwerkhäusern sicher kein abschließendes Argument. Hilfe bietet bei der Sanierung ebenfalls der Verband der Restauratoren im Zimmererhandwerk e.V., der Sie als Vereinsmitglied in allen Phasen berät. Schließlich ist auch nach der Sanierung der Erhalt des Gebäudes stets präsent.

Nicht schaden kann auch der Kontakt mit anderen Besitzerin von Fachwerkhäusern, die sich sicherlich irgendwann mit den gleichen Problemen bei der Sanierung befassen mussten oder müssen. Auch im Internet finden sich interessante Erfahrungsberichte und Reportagen zur Restauration von Fachwerk.

 

Alternative Holzhaus?

Für alle zukünftigen Bauherren, denen der Stil eines Fachwerkhauses gut gefällt, die jedoch lieber ein neues Haus bauen möchten, ist eine Möglichkeit die ein Kompromiss sein könnte der Bau eines Holzhauses. Diese lassen sich auch im optischen Stil eines Fachwerkhauses aufbauen, entsprechen jedoch den neuesten Standards was Energieausgleich und Dämmung angeht. Zudem lassen Sie sich von der Aufteilung der Räumlichkeiten und Größe noch völlig neu planen und können so ganz individuell gebaut werden.

Die Danhaus GmbH bietet beispielsweise Holzhäuser in Fertigbauweise an, die trotzdem sehr speziell auf den jeweiligen Bauherren ausgerichtet werden können. Sowohl von der Optik, als auch von der Innenaufteilung kann hier der eigene Traum vom Haus verwirklicht werden.

Frontansicht von einem Fachwerkhaus