Donnerstag, 7 Dezember, 2017
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Maurer Ausbildung – Was bedeutet das?

Maurer Ausbildung – Was bedeutet das?

 Maurer stellen aus einzelnen Steinen, oder vereinzelt auch aus Beton ein Bauwerk her. Sie bauen Fertigteile und montieren diese. Mit ihrer Tätigkeit sind sie vor allem in Betrieben des Baugewerbes tätig. Sie arbeiten deswegen in Hochbauunternehmen, Betonbaufirmen und Sanierungsunternehmen. Auch im Fertighausbau sind sie tätig.

Voraussetzungen für das Berufsbild Maurer

Maurer ist ein anerkannter handwerklicher Ausbildungsberuf nach dem deutschen Ausbildungsgesetz und der Handwerksordnung. Sie wird in der Regel dual im Handwerk und schulisch angeboten. Auch eine rein schulische Ausbildung ist jedoch möglich. Nach dem Berufsbildungsgesetz gibt es keine vorgeschriebene Ausbildungsvoraussetzung. Etwa 70 Prozent der 2012 fast 4000 Jugendlichen die eine Ausbildung begonnen haben, hatten jedoch einen Hauptschulabschluss in der Tasche. Etwa 20 Prozent hatten einen mittleren Schulabschluss vor Beginn der Ausbildung absolviert. Ein kleiner Teil der angehenden Maurer und Maurerinnen, jeweils 5 Prozent, hat entweder keinen Schulabschluss oder die Hochschulreife. Besonders wichtig für die Arbeitgeber und für die Bewältigung der Aufgaben als Maurer sind die Fächer Mathematik, Werken und Physik.
Eine Maurer Ausbildung ist wegen der großen Bandbreite des Berufsbildes äußerst vielfältig und dauert 3 Jahre. Sie endet mit der Gesellenprüfung, die einem schriftlichen sowie einen theoretischen Teil beinhaltet. Der praktische Teil umfasst höchstens 8 Stunden und dient dazu, dass der Auszubildende seine gelernten praktischen Fähigkeiten unter Beweis stellt. In der theoretischen Prüfung wird hingegen das fachliche Wissen auf dem Prüfstand gestellt.


Ausbildungsverlauf Maurer

vielfältiges Berufsbild MaurerIm ersten Ausbildungsjahr geht bei der Ausbildung zum Maurer vor allem darum, welche Werkzeuge und Bauwerkstoffe verwendet werden und wie diese zu bedienen sind. Zudem wird die Herstellung von Baukörpern bereits begonnen, sodass der Lehrling begreift, welche Besonderheiten es mit den einzelnen Werkstoffen bei der Verarbeitung zu beachten gibt. Auch das Lesen und Anfertigen von Skizzen und Bauzeichnungen fällt in den Aufgabenbereich eines Maurers und wird bereits im ersten Ausbildungsjahr trainiert.
Im zweiten Jahr wird dann auf die eigene Herstellung von Bauteilen thematisiert. Hier geht es beispielsweise um Baukörper aus künstlichen Steinen und Platten sowie Betonbauteile. Auch die Weiterverarbeitung von Wand- und Zementputz ist ein Thema, was im zweiten Ausbildungsjahr gelernt werden muss.

Im dritten Ausbildungsjahr werden den Lehrlingen dann weitere Kniffe, die auf dem Bau benötigt werden beigebracht. Die Ausbildung zum Maurer ist sehr praxisbezogen. Trotzdem muss auch in der Theorie viel Fachwissen vermittelt werden, denn allein das praktische Wissen ist zu wenig. Beispielsweise das Verhalten auf der Baustelle ist eine wichtige Grundlage, die in der Theorie vertieft werden muss.