Donnerstag, 19 Oktober, 2017
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Mit Photovoltaik Energiekosten dauerhaft senken

Mit Photovoltaik Energiekosten dauerhaft senken

Immer öfter sieht man auf Hausdächern installierte Solarzellen. Viele Eigenheimbesitzer sind sich dennoch unsicher über die wahre Kosten-Nutzen-Relation von Photovoltaikanlagen. Zum Thema Solarenergie gibt es zahlreiche Fragen: Wie viel kostet die Anschaffung einer Solaranlage? Welchen Anteil meines Strombedarfs kann ich mit Solarenergie abdecken? Kann ich von der Einspeisevergütung profitieren? Wie aufwendig ist die Installation und Instandhaltung einer Photovoltaikanlage? In diesem Artikel werden diese und andere Fragen beantwortet, um mehr Klarheit zum Thema Photovoltaik für Eigenheimbesitzer zu schaffen.

Häufig werden Erneuerbare Energien mit hohen Kosten in Verbindung gebracht. Bei diesem Thema ist es allerdings wichtig, genau zwischen den jeweiligen Energieträgern und deren Nutzungszweck zu unterscheiden. In diesem Artikel geht es spezifisch um Photovoltaikanlagen für Privathäuser, die Energie für den Eigenverbrauch erzeugen.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage setzen sich zusammen aus den einmalig anfallenden Anschaffungskosten, der Errichtung der Anlage und Anbindung ans Stromnetz, laufenden Versicherungskosten und eventuellen Wartungskosten. Die Anschaffungskosten variieren je nach der Qualität und Art der Solar-Module. In Sachen Wirtschaftlichkeit spielen diese Unterschiede eine wichtige Rolle. Die Installation einer Photovoltaikanlage für ein Eigenheim sollte gut geplant sein. So ist beispielsweise auch die Fläche der Photovoltaikmodule von dem durchschnittlichen Stromverbrauch des Haushaltes abhängig. Lassen Sie sich bei der Planung einer Photovoltaikanlage von Experten beraten. Mehr zu Photovoltaik und Solaranlagen erfahren Sie auf www.photovoltaikfreiburg.de.

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Gibt es Fördermittel?

Photovoltaikanlagen sowie Batteriespeicher und Wärmepumpen werden durch staatliche Programme gefördert. Die KfW-Bankengruppe vergibt über Hausbanken zinsgünstige Darlehen. Das Darlehen kann für Summen von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Netto-Investitionskosten aufgenommen werden.

Auch für Batteriespeicher und Wärmepumpen gibt es über die KfW-Bank einen staatlichen Förderkredit. Darüber hinaus lohnt es sich auch, sich über regionale oder lokale Fördermöglichkeiten zu informieren.

Eigenverbrauch oder Einspeisen?

Experten raten Eigenheimbesitzern dazu, möglichst viel des solar erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen. Das ist finanziell am sinnvollsten, da einerseits die Einspeisevergütung sinkt und andererseits die Preise der Stromerzeuger stetig ansteigen.

2016 lag der durchschnittliche Strompreis der Energieerzeuger bei 28,7 Cent pro Kilowattstunde. Die Stromkosten sind in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen (zum Vergleich: 2002 lag der durchschnittliche Strompreis bei 16,1 Cent pro Kilowattstunde). Es ist zu erwarten, dass dieser Trend fortbesteht.

Die aktuelle Einspeisevergütung  für Wohngebäude (Stand: Januar 2017) beträgt, je nach Gesamtleistung der Photovoltaikanlage, zwischen 10,69 und 12,70 Cent pro Kilowattstunde. Der genaue Wert der Einspeisevergütung ist vom Datum der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage abhängig und bezieht sich auf die Summe der installierten Leistung aller geförderten Photovoltaikanlagen. Die aktuellen Fördersätze können Sie bei der Bundesnetzagentur herunterladen.

Strom nur dann, wenn die Sonne scheint?

Der Nachteil einer Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch besteht darin, dass der Strom tagsüber produziert wird, der Strombedarf in der Regel jedoch am Abend ansteigt. Dieses Problem kann mit einem Stromspeicher gelöst werden: Dieser wandelt den solar erzeugten Strom in Energie um. Auf diese Weise kann er über Nacht gespeichert werden und steht noch am nächsten Morgen zum Verbrauch zur Verfügung.

Stromspeicher lassen sich einfach in die Planung einer Photovoltaikanlage integrieren und können auch ohne Probleme nachgerüstet werden. Mit einem Stromspeicher ziehen Sie den größtmöglichen Nutzen aus Ihrer Solaranlage – und beziehen selbst produzierten Strom, dessen Kosten garantiert nicht ansteigen.

Solarzellen

Ist eine komplette Energieversorgung mit Photovoltaik möglich?

In Kombination mit einer Wärmepumpe erzeugt Ihre Photovoltaikanlage nicht nur Strom, sondern ersetzt auch Ihre Heizung. Das sollte für die meisten Hausbesitzer interessant sein: Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums arbeiten zwei Drittel deutscher Heizungsanlagen ineffizient. Mit einer Wärmepumpe sinken Ihre Heizkosten dauerhaft und sind nicht mehr auf fossile Brennstoffe angewiesen. Die Wärmepumpe kann bei Modernisierung zusätzlich zur bestehenden Heizung eingebaut werden oder im Neubau die Heizung ganz ersetzen. Für eine Wärmepumpe ist geringer Platzbedarf nötig und die Wartungskosten sind in der Regel gering. Die Kombination Photovoltaik, Stromspeicher und Wärmepumpe ermöglicht Ihnen eine größtenteils autarke Energieversorgung. Ob eine komplett eigenständige Energieversorgung möglich ist, hängt von der standortbedingten Sonneneinstrahlung ab. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zum Thema Energiesparhäuser und Passivhäuser auf Fachwerk Online.

Fazit: Solar ist die Energie der Zukunft

Die Sonne ist einer der wichtigsten Energieträger der Zukunft. Gerade für die private Energieversorgung wird Photovoltaik eine immer größere Rolle spielen.  Eine eigene Photovoltaikanlage wird von Jahr zu Jahr erschwinglicher und zahlt sich langfristig gesehen finanziell aus, da eigener Strom zu gleichbleibenden Kosten produziert wird. So gesehen ist die Anschaffung einer eigenen Photovoltaikanlage für Eigenheimbesitzer auf jeden Fall eine Überlegung wert.