Mittwoch, 19 Juni, 2019
Home » Handwerk im Netz » Professionelle Leckageortung – wenn jede Sekunde zählt
Professionelle Leckageortung - Methoden und Vorgehen

Professionelle Leckageortung – wenn jede Sekunde zählt

Wenn Sie in Ihrem Zuhause feuchte Stellen an Wand, Decke oder Boden entdecken, ist meist schnelles Handeln angesagt: Mit großer Wahrscheinlichkeit leckt dann eine der Wasserleitungen in Ihrer Wohnung. Wer in dieser Situation zu lange zögert, das Wasser abzustellen und sich professionelle Hilfe zu holen, riskiert, dass sich die Wasserschäden schnell ausbreiten – und dadurch die Bausubstanz des eigenen Heims langfristig beeinträchtigen. Doch wie gehen die Experten für Leckageortung bei ihrer Arbeit vor, um die lecke Stelle ausfindig zu machen und zu beheben?

Methoden der Leckageortung im Überblick

Die erste Herausforderung bei einem Rohrbruch besteht darin, ihn überhaupt erst zu finden. Denn die meisten Wasserleitungen sind fest in Wänden und Böden verbaut, wodurch kein freier Zugang zu den Rohren besteht. Einfaches Nachsehen an den Leitungen fällt somit als. Es sei denn, es wäre für Sie akzeptabel, dass Installateure die Wände Ihres Zuhauses aufreißen, um die Rohre direkt per Augenkontakt zu überprüfen. Zum Glück gibt es mittlerweile zahlreiche Methoden zum Aufspüren von lecken Rohren, die Wände & Co. vollkommen intakt lassen:

  • Elektrische Leckageortungsverfahren: Zahlreiche Methoden arbeiten mit Elektrizität, um geplatzte Leitungen ausfindig zu machen. Dazu zählen zum Beispiel das Elektro-Akustik-Verfahren zur Leckageortung und die Elektro-Impuls-Methode. So setzen Installateure auf verschiedenen Wegen die Wirkungsweise von Elektrizität ein.
  • Diffusionsschlauchverfahren: Beim Diffusionsschlauchverfahren verlegen Fachleute einen Sensorschlauch in den Rohren, in denen sie das Leck vermuten.
  • Tracer-Gas-Verfahren: Um eine lecke Stelle und somit die Ursache für einen Wasserschaden aufzuspüren, leiten Experten für Leckageortung ein Gasgemisch in die Rohre Ihres Zuhauses. Dieses tritt an der Leckagestelle aus, wo Ortungsgeräte es leicht aufspüren.
  • Gebäudethermographie: Thermografische Methoden machen die Temperatur von Böden, Wänden und Decken sichtbar. Dadurch identifiziert Gebäudethermografie warme und kalte Stellen in Ihrer Wohnung, wodurch der genaue Ursprungsort der Feuchtigkeit eindeutig zutage tritt.

Zusätzlich zu diesen Methoden setzten Fachleute nach Situation auch auf radiometrische Verfahren, hydrostatische Methoden und viele Verfahren mehr, um beispielsweise feuchte Stellen im Keller, in der Küche oder im Bad aufzuspüren.

Was geschieht nach der Leckageortung?

Haben die Installateure endlich den Ursprungsort der Feuchtigkeit entlarvt, steht das Abdichten der Leckage bevor. Durch das Aufspüren der Stelle führen die Fachleute diesen Schritt so präzise wie möglich durch. Leider verschwindet dabei der bereits entstandene Wasserschaden nicht rückwirkend. Jedoch vertreiben Methoden zum Trocknen des Estrichs und der Bausubstanz die Nässe und Feuchtigkeit aus Ihrem Heim. Allerdings: Je schneller Sie gehandelt haben, desto geringer fällt der Schaden auch aus. Durch weitere Sanierungsarbeiten verleihen Sie anschließend Ihrem Zuhause wieder seine frühere Behaglichkeit, beispielsweise mit einem neuen Anstrich. Ist Ihre Wohnung unabhängig von einer Leckage von zu hoher Luftfeuchtigkeit betroffen, hilft unter Umständen ein Luftentfeuchter, um Schimmel vorzubeugen und das Raumklima zu verbessern.

Check Also

Aufhübschen mit Stoff – Renovieren mal anders

Jeder kennt es: Das Bedürfnis seine eigenen vier Wände zu verändern, weil man sich an …