Montag, 11 November, 2019
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Immobilienauktion

Mit der Immobilienauktion zum Eigenheim

Auktionen sind so alt wie das Geld und ein fester Bestandteil unserer Geschichte.

Anfang des 17. Jahrhunderts blühte der Sklavenhandel weltweit und verhalf dem Kapitalismus zu seiner heutigen Größe: Versteigerungen von Sklaven waren ein mehr als erträgliches Geschäft. Millionen von Afrikaner wurden gewaltsam aus ihrer Heimat verschleppt, brachten ihren Protest durch den Blues zum Ausdruck und mahnen uns heute der vergangenen Tage. Es ist nicht verwunderlich das manche Personen mit Auktionen unbewusst etwas Negatives und Raues verbinden. Menschenhandel existiert leider weiterhin in unserer Schattengesellschaft, doch das Feld der öffentlichen Auktionen hat sich stark und positiv gewandelt. Es unterliegt engen rechtlichen Vorgaben und deckt ein völlig anderes Feld von Handelswaren ab. Die Anfänger dieser Auktionsform begründete vermutlich der Buchverkäufer S. Baker 1744. Er versteigerte erfolgreich Manuskripte, später in seinem Auktionshaus Sotheby’s auch Kunstwerke. Spätestens seit dem Durchbruch von Ebay sind Auktionen wieder im Trend und online etabliert. Es landet so gut wie alles weltweit unter dem Hammer: Strandkörbe, Ernterechte, Briefmarken, Wein, Mobilfunkfrequenzen, Fanartikel, Immobilien und ganze Landschaften. Ein Kauferlebnis der anderen Art.

Zum 1. – zum 2. – zum Traumhaus!

Es gibt viele Wege, die in das neue Eigenheim führen können. Plant man den Kauf eines fertigen Hauses oder Grundstück für den Bau, sind Auktionen eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Alternative. Neben privaten Personen veräußern Städte, Gemeinde, Organisationen und Institutionen regelmäßig Immobilien über diese Vermarktungsform. So gelangen oft individuelle Objekte auf den freien Markt, die normalerweise schwer zu vermitteln sind. Interessenten können sich die Objekte vorher im Auktionskatalog ansehen und fehlende Informationen erfragen. Vorab Besichtigungen der Immobilie stellen bei privaten Auktionen in der Regel kein Problem dar.

Die Auktion findet ihren Höhepunkt in der Bieterstunde. Der Aufruf des Mindestgebotes erinnert an den Startschuss beim Rennen: Unruhige Gemüte warten auf die passende Gelegenheit. Eine Versteigerung ist immer ein ungewohntes und faszinierendes Erlebnis. Liegen bereits schriftliche Gebote vor, wird das höchste als Startpreis ausgerufen. Es ist nicht notwendig, bei der Versteigerung vor Ort zu sein. Das Gebot kann per Telefon, Fax, Email oder Bevollmächtigten abgegeben werden. Die Steigerungsspanne wird vom Auktionator festgelegt, der dritte Hammerschlag verkündet den Zuschlag für den Meistbietenden. Der Kauf wird mithilfe eines Notars entweder sofort oder in einem Folgetermin abgewickelt und ist erst anschließend rechtskräftig und bindend. Nach der erfolgreichen Versteigerung muss der Käufer natürlich das Planungsrecht der Kommunen bei seinen Nutzungsplänen beachten und notwendige Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen durchführen.

Private Auktion vs. Zwangsversteigerung

Der Unterschied ist bereits im Namen zu erkennen. Eine Zwangsversteigerung ist ein unfreiwilliger und öffentlicher Vorgang, der nur vom Amtsgericht durchgeführt werden kann. Nach der Auktionsbekanntmachung in der Zeitung und durch Aushängen werden bei der Versteigerung mehrere Objekte nacheinander behandelt. Die Immobilie kann von den Bietern zuvor nicht begutachtet werden. Eine abenteuerliche Angelegenheit! Private Auktionen haben hiermit nichts zu tun, sie sind eine freiwillige Veräußerungsentscheidung.

Vorteile der privaten Auktion

Es gibt überzeugend Gründe, die für eine Veräußerung durch private Versteigerung sprechen. Hausbesitzer liefert es eine komfortable Möglichkeit, den bestmöglichsten Preis auf dem Markt zu erzielen. Der komplette Prozess wird in die erfahrenen Hände des Auktionators gelegt und von Sachverständigen bis hin zum Kaufvertrag begleitet.

Immobilienauktion hausZu Beginn der Beratung wird der Verkehrswert des Objektes ermittelt. In Freiburg bietet zum Beispiel Sprenker Immobilien eine umfangreiche Bewertung von Grundstücken und Immobilien an. Für eine reale Einschätzung sind jahrelange Erfahrungen mit vergleichbaren Objekten und aktuelles Fachwissen notwendig. Nach einer Analyse wird ein ausführliches Exposé erstellt, Handzettel verteilt und die unerschöpflichen Möglichkeiten der Onlinekommunikation angewendet. Es kommen schnell mehrere Interessenten zusammen da eine regionen- und länderübergreifende Promotion des Angebotes möglich ist. Indem man das Angebot einer breiteren Masse präsentiert und nicht nur auf dem lokalen Immobilienmarkt anbietet, erreicht man die passende Zielgruppe und erzielt einen höheren Endpreis. Immobilienauktionen sind vor allem für Objekte passend, die sich schwer vermitteln lassen. Hierzu zählen abgelegene Grundstücke, Lagerhallen, Bahnhöfe und ehemalige Industriebauten als auch Militärgebäude. Künstler, alternative Einrichtungen, Organisationen und Investoren suchen vermehrt weltweit über das Internet nach Auktionsangeboten und bieten aus der Ferne mit.

Grundidee der Auktion ist: Der Markt bestimmt den Preis. Diese Philosophie ist in Zeiten von Immobilienspekulationen wichtiger und bedeutender denn je. Der echte Marktpreis wird durch gegenseitiges Überbieten von Interessenten erzielt. Da im Vorfeld ein Mindestpreis zwischen Auktionshaus und Anbieter vereinbart wird, ist sichergestellt, dass die Immobilie nicht unter Wert versteigert wird. Die Versteigerung findet wenn möglich in der Auktionsimmobilie statt. Infolgedessen wird den Kaufinteressenten die Immobilie emotional nahe gebracht und hat einen Einfluss auf die Versteigerungsdynamik und Bietbereitschaft.

Haben Sie Erfahrungen mit Immobilienauktionen machen können? Schildern Sie uns von Ihren Erlebnissen und Projekten zum Thema Versteigerung.

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